Rezension* | "Der Ruf der Rache" von Mary E. Pearson

★★★★★ | 573 Seiten |erschienen im April 2020 bei ONE Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionexemplar!
Wie ihr vielleicht wisst liebe ich die Welt aus "Die Chroniken der Verbliebenen" und "Die Chroniken der Hoffnung" (Spin-Off). Ich habe alle bisher erschienenen Bände verschlungen und daher musste natürlich auch der neueste (und leider auch letzte Band) der Spin-Off Reihe bei mir einziehen. Bei "Der Ruf der Rache" handelt es sich um den abschließenden Band der Dilogie "Die Chroniken der Verbliebenen" - ganz schön kompliziert, wenn man sich noch nie mit der Reihe beschäftigt hat, daher habe ich euch hier nochmal alle Teile in der richtigen Reihenfolge aufgelistet :)

Die Chroniken der Verbliebenen

Die Chroniken der Hoffnung (Spin-Off Reihe)

Da es sich bei "Der Ruf der Rache" um Band 2 der Dilogie handelt kann meine folgende Meinung Spoiler enthalten, also sollten alle, die Band 1 noch nicht gelesen haben ab hier vorsichtig sein oder einfach direkt runter zur Kommentarfunktion scrollen, um sich über die restlichen Bände auszutauschen.

Endlich müssen sich Kazi und Jase nicht mehr verstecken. Sie fühlen sich stärker als jemals zuvor, bereit für ein neues Leben. Doch auf dem Weg nach Hause geraten sie in einen Hinterhalt und werden auseinandergerissen. Während sie nicht wissen, ob der andere noch lebt, müssen sie kluge Entscheidungen treffen: Wer ist Feind, wer Verbündeter? Vom Tod bedroht, setzen sie alles daran, ihre Freiheit zurückzuerlangen - um endlich ihre Liebe leben zu können.

Mary E. Pearson kann einfach schreiben! Anders kann ich es nicht sagen. Von Seite 1 an war ich im Buch gefangen und habe zum wiederholten Male mit den Charakteren gelitten, geliebt und gekämpft. Ich kann es wirklich nicht fassen, dass nach diesem Buch kein neuer Band mehr kommen wird. Die Welt hat noch so viel zu bieten! Falls die Autorin sich für ein weiteres Spin Off oder eine Weiterführung der Reihe entscheidet bin ich definitiv die erste, die dieses Buch lesen wird :)

Zum Setting muss ich nicht viel sagen: durch die Karte, ganz vorne im Buch, fühlte es sich für mich wie nach Hause kommen an. Man kann sich wunderbar orientieren, da es nicht gerade wenige Orte gibt, die man sich hier merken muss, weshalb ich bei jedem neuen Band eine kleine Auffrischung benötige. Diese ist durch die toll gezeichnete Weltkarte schnell gegeben.

Die Charaktere kennen wir ebenfalls bereits aus Band 1. Meistens wird die Geschichte aus der Sicht von Kazi, der Protagonistin, erzählt. Einige Kapitel werden aber auch aus Jase Sicht erzählt, was eine gute Abwechslung ist und mehr Einsicht in das Geschehen gibt. Zu Kazi und Jase kann ich nur soviel sagen: ich LIEBE die beiden! Es gibt kaum Protagonisten, die mich so sehr mitfühlen lassen, wie die beiden. Der Schmerz, den sie verspüren, frisst sich beim Lesen direkt in mein Herz. Die beiden sind einfach meine Lieblinge der gesamten Reihe, obwohl ich bei Band 1 noch sehr kritisch war. Mittlerweile mag ich sie sogar noch lieber als Lia oder Kaden, die ich in "Die Chroniken der Verbliebenen" über alles geliebt habe.

Was ich an Kazi so sehr liebe ist ihre Stärke und ihr Verstand. Während ich von vielen Protagonisten sehr schnell genervt bin, weil sie naiv oder nicht nachvollziehbar handeln, beweist Kazi mit jeder ihrer Taten und Gedanken Köpfchen. Öfter habe ich mir die Frage gestellt "Wie will sie da nun raus kommen?" und sie hat es immer wieder auf eine nachvollziehbare und clevere Art geschafft. Kazi ist für mich definitiv das beste Beispiel für eine starke, schlaue und eigenständige Protagonistin!

Ich muss zugeben, dass die beinahe 600 Seiten nicht durchgehend super spannend sind, was das Buch für mich aber auch gar nicht braucht. Erst ab ca. der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und trotzdem habe ich jede einzelne Seite geliebt und genossen. Ich habe die Geschichte quasi in mich aufgesogen und wollte überhaupt nicht, dass sie endet.

Ab der zweiten Hälfte des Buches konnte ich es wirklich gar nicht mehr zur Seite legen. Die Ereignisse überschlagen sich und ich habe mit gelitten und gebangt. Meiner Meinung nach ist "Der Ruf der Rache" ein grandioser Abschluss einer wundervollen Dilogie, die immer zu meinen Lieblingsbüchern zählen wird.

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