Rezension* | "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen" von Ava Reed

★★★☆ | 320 Seiten | erschienen am 15. Februar 2019 bei Ueberreuter
In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden.
Leni ist ein ganz normales junges Mädchen, bis ein Moment ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt. Fiese Gedanken verfolgen sie, schließlich bekommt sie Panikattacken, doch niemand kennt die Diagnose. Schließlich stellt sich heraus, dass Leni unter Depressionen leidet und in eine stationäre Klinik muss, wo sie Matti kennen lernt, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat.
Wie die Inhaltsangabe bereits erkennen lässt handelt es sich um ein sehr sensibles Thema, womit ich bisher noch nicht persönlich in Berührung kam, jedoch lässt das Buch erkennen, wie komplex Depressionen sind. Leni weiß zu Beginn selbst nicht, was mit ihr passiert und kann ihre Panikattacken, sowie die plötzlich auftretende Übelkeit nicht einordnen. Nicht einmal ihren Eltern kann sie erklären, was in ihr vorgeht und den Kontakt zu ihrer besten Freundin bricht sie beinahe komplett ab, weil sie nicht weiß, was sie ihr sagen soll. Man spürt die Hilflosigkeit aller Beteiligten auf jeder Seite.

Die Charaktere, sowie die gesamte Geschichte an sich wirkten auf mich durchgehend sehr authentisch und man konnte sich wunderbar zwischen den Seiten verlieren, entspannen und trotzdem einiges für sich persönlich mitnehmen.

Falls ihr euch noch unsicher seid, ob das Buch etwas für euch ist, greift unbedingt einmal im Buchladen danach und lest euch das Vorwort durch. Spätestens hiernach war mir klar; dieses Buch brauche ich!

Von mir bekommt die Geschichte rund um Leni und Matti 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung für alle - egal, ob ihr Erfahrungen mit Depressionen habt oder nicht. "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen." hat mir geholfen die Krankheit ein kleines bisschen besser zu verstehen und mir schöne, lustige, aber auch traurige Lesestunden bereitet.

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