Rezension* | "Wenn du das hier liest" von Mary Adkins

★☆☆☆ | 368 Seiten | erschienen am 26. März 2019 bei Kindler/Rowohlt
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!
Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris an Krebs starb. Auch Iris ehemaliger Chef hat mit dem Verlust zu kämpfen und schreibt regelmäßig Emails, an seine verstorbene Assistentin. Als er herausfindet, dass Iris einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hatte, setzt er alles daran, diesen zu veröffentlichen und kontaktiert deshalb ihre Schwester. Doch möchte er nur Profit machen und gibt es ein Happy End für zwei Menschen, die nicht mehr an ein Happy End glauben?

Ich sage es direkt vorab: Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, weshalb ich zwischendrin auch einige Seiten übersprungen habe. Der Schreibstil, sowie der Aufbau der Geschichte haben mir nicht zugesagt und es kam keinerlei Spannung auf, wodurch ich mich teilweise ziemlich gelangweilt habe. Mir haben hier eindeutig ein roter Faden und mehr Infos zu den Charakteren und der generellen Handlung gefehlt.

Das gesamte Buch besteht aus Chatverläufen, Emails und Blogbeiträgen, was ich zuerst sehr interessant und vielversprechend fand, doch leider kam hierdurch bei mir kein Lesefluss auf. Außerdem fand ich es oft sehr mühsam herauszufinden, wer gerade an wen schreibt und zusätzlich noch die Gefühle und Geschehnisse drumherum zu analysieren. Man erfährt nur aus den Email Verläufen, dass sich die Charaktere beispielsweise getroffen haben, wodurch ich mich nicht gut in die Situationen hinein versetzen konnte. Ich hatte das Gefühl die Geschehnisse nebenher erzählt zu bekommen, doch das Gefühl, dabei gewesen zu sein, hat mir hier gefehlt.

Über die einzelnen Charaktere kann ich ebenfalls nicht viel sagen, da ich mich überhaupt nicht mit ihnen verbunden gefühlt habe und auch ihre Handlungen kaum beurteilen kann. Smith und Jade fand ich trotzdem sehr niedlich im Umgang miteinander, jedoch hat mir hier auch wieder einiges an Tiefe gefehlt. Auch die Emails von Smith an die Verstorbene Iris haben dem Buch ein wenig Gefühl geschenkt.

Was mir gut gefallen hat, waren die Blogbeiträge von Iris. Wie sie über Krankheit schreibt hat mich mitgenommen und mir wieder einmal gezeigt, wie kurz und ungerecht das Leben sein kann und das man es genießen sollte.

"Wenn du das hier liest" bekommt von mir (mit einem zugedrückten Auge) leider nur 2 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gerne in Chat- und Emailverläufen lesen.

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