Speed Rating* | "Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunnis

★★★★☆ | 400 Seiten | erschienen am 1. März 2019 bei Heyne Verlag
Danke an Heyne Verlag & Bloggerportal für das Rezensionexemplar!
Sussex, 1956. Die junge Ivy wird schwanger, woraufhin ihr Stiefvater sie ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter schickt. Dort tragen sich düstere Dinge zu, denen Sam, eine junge Journalistin, 60 Jahre später auf die Spur kommt und Erschreckendes ans Tageslicht bringt.

Pro
  • Ivys Sicht aus den Fünfzigerjahren mochte ich mit Abstand am liebsten. Auch wenn die Kapitel am traurigsten waren haben sie mich total mitgenommen und ich konnte mich gut in diese schreckliche Zeit in St. Margaret's hinein versetzen
  • Besonders gefallen haben mir auch die Briefe, welche Ivy an den Vater ihres Kindes geschrieben hat
  • Die Kapitel waren allesamt sehr kurz gehalten, wodurch man immer wieder einen Wechsel zwischen den einzelnen Sichten und Jahrzehnten hatte
  • Der Epilog war perfekt, da das Geschehen nochmal zusammen gefasst war, wodurch ich dieses doch sehr schwierige, bestürzende Buch sehr gut verarbeiten konnte

Contra
  • Sam's Sicht hat mich leider teilweise ein wenig gelangweilt, wodurch sich einige Kapitel gezogen haben
  • Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer, da zu Beginn sehr viele Charaktere auftauchen, die ich nicht direkt zuordnen konnte, was jedoch zu der verzwickten Art des Buches gepasst hat

Fazit
"Das Haus der Verlassenen" konnte mich in seinen Bann ziehen und von sich überzeugen. Es behandelt ein schwieriges Thema, mit welchem ich mich zuvor nie beschäftigt habe, im Nachhinein jedoch nochmals recherchiert habe, weil es mich nicht losgelassen hat. Trotz des schockierenden Themas war das Buch teilweise sehr schön, berührend, informativ und spannend, weshalb ich gute 4 von 5 Sternen vergebe.


Für wen?
Wer sehr schwache Nerven hat, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen, doch für alle, die gerne spannende, emotionale und auch grausame Geschichten lesen ist dieses Buch perfekt.

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