Rezension* | "Loving Or Losing" von Anna Savas

★★★★☆ | 398 Seiten | erschienen am 6.12.2018
Vielen Dank an Anna Savas für das Rezensionsexemplar
Everly ist alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass der Sohn von Bekannten ihrer Eltern bald für ein Jahr bei ihnen einziehen wird. Liam ist das absolute Gegenteil von ihr: eingebildet und abweisend, außerdem benimmt er sich völlig daneben und bringt die schüchterne Everly ziemlich auf die Palme. Als die kleine Buchhandlung ihrer Eltern kurz vor der Schließung steht, ist es jedoch ausgerechnet Liam der einen Notfallplan hat und sich für die Familie einsetzt, wodurch die beiden sich näher kommen. Doch das Vertrauen hält nicht lange an, denn Liam stößt Everly zurück, weil er mit sich selbst und seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.

Ich muss sagen, dass ich kein Fan der typischen Fälle von Der Protagonist hatte eine schwere Vergangenheit bin, doch trotzdem hat mich dieses Buch sehr neugierig gemacht und mich vom Gegenteil überzeugt. Liams Situation wird ausführlich behandelt und so unsympatisch, wie er zuerst beschrieben wird, ist er meiner Meinung nach von Anfang an nicht. Man spürt natürlich, dass er mit sich zu kämpfen hat, aber trotzdem sind alle seine Handlungen absolut nachvollziehbar und vertretbar. Hier wird nicht mit unnötigem Machogehabe geprahlt, sondern ein authentischer Charakter an den Tag gebracht, was mir sehr gut gefallen hat.

Everly ist ebenfalls ein toll ausgearbeiteter Charakter und eine Protagonistin, die man gerne verfolgt. Sie ist wirklich äußerst schüchtern, was sich im Laufe des Buches etwas auflockert, aber trotzdem noch zu ihrem Charakter passt. In manchen Situationen konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren und ihr Verhalten gut nachvollziehen, wie z.B. in der Partyszene mit dem Bierpong, wo sie sich in einer großen Gruppe befindet, in welcher jeder lautstark etwas zu sagen hat. Everly hingegen hält sich hierbei lieber zurück, weil sie einfach nicht der Typ dafür ist, was absolut in Ordnung ist und von Liam so toll unterstützt wird. Die Szene fand ich einfach wunderbar.

Zwischendurch hatte ich nicht gewusst, was ich sagen sollte .. aber jedes Mal, wenn ich unsicher geworden war, war Liam eingesprungen, als hätte er es gespürt. Dann hatte er das Gespräch übernommen, bis ich mich wieder besser fühlte.
Das Setting mochte ich sehr gerne - vor allem die Szenen in der Buchhandlung von Everlys Eltern, die eine tolle Wohlfühlathmosphäre rüber gebracht haben. Der Schreibstil war ebenfalls toll, flüssig und einfach gehalten, wodurch es einen guten Lesefluss gab. Von mir bekommt das Buch 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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