Rezension | "Queens of Geek" von Jen Wilde

★★★★★ | 262 Seiten | gelesen auf Englisch | erschienen am 14.03.17 bei Swoon Reads
bisher nicht in deutscher Sprache erschienen
In Queens of Geek lassen zwei beste Freundinnen auf einer Convention, der Supa-Con, ihren inneren Geek raus, schließen neue Freundschaften und überwinden ihre Ängste.

Charlie ist ein YouTube-Star und auf der Supa-Con, um ihren neuen Film zu promoten und allen zu zeigen, dass sie über die Trennung von ihrem Co-Star und Ex-Freund Reese Ryan hinweg ist. Als sie dann Alyssa Huntington (YouTuberin, Schauspielerin und Charlies Langzeit-Schwarm) trifft, verliert sie sich völlig in einem Gemisch aus alten und neuen Gefühlen.

Taylor bleibt lieber im Hintergrund und erkundet die Convention mit ihrem besten Freund Jamie. Sie
ist ein riesiger Fan der Buchreihe "Queen Firestone" und als sie von dem Supa-Fan-Contest hört, steht sie zwischen der Entscheidung, ob sie weiterhin unsichtbar bleiben möchte oder allen zeigt, dass sie der größte "Queen Firestone"-Fan aller Zeiten ist.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten erzählt. Dabei sind die einzelnen Perspektivstränge eng miteinander verwoben und man begleitet die drei besten Freunde - Charlie, Taylor und Jamie - durch ihre Erlebnisse auf der Supa-Con.

Besonders beeindruckt hat mich an "Queens of Geek", wie selbstverständlich die Autorin mit Diversität umgegangen ist. Neben der Tatsache, dass die Charaktere unterschiedlicher Herkunft sind, werden Themen wie Bisexualität, das Asperger-Syndrom und Angststörungen angesprochen. Vor allem die wirklich gute Beschreibung von Taylors Ängsten und ihr Umgang mit diesen hat das Buch zu einem meiner liebsten gemacht. Es ist ein Thema, das häufig als unwichtig abgetan wird, obwohl jeder von uns Ängste auf die unterschiedlichste Weise im Alltag erlebt. Gleichzeitig wurden diese wichtigen Themen in eine so schöne und bunte Welt einer Convention voller Anspielungen auf Bücher, Serien und Filme gebettet, dass das Buch für mich ein richtiges Feel-Good-Buch ist. Denn auch die Liebesgeschichten, die sich im Laufe des Aufenthalts der drei Freunde auf der Supa-Con entwickeln, waren für mich absolut nachvollziehbar in ihrer Entwicklung und endlich gab es gleich zwei Beziehungen, in denen sich die Partner gegenseitig unterstützen und keiner vom anderen abhängig ist.

"Queens of Geek" ist ein Buch für alle, die eine Liebesgeschichte ohne den üblichen Kitsch lesen und sich selbst in ein Wochenende voller Popkultur-Referenzen auf einer Convention hineinversetzen möchten. Aber vor allem ist es ein Buch für alle, die mit ihren eigenen Ängsten zu kämpfen haben und durch dieses Buch sehen können, dass sie nicht allein sind.